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Weitere Krankheitsbilder

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Endlich wieder Lebensqualität durch unsere detailliert individuellen Therapieansätze

Somatoforme Schmerzen bzw. Beschwerden wie etwa des Herz-Kreislaufsystems oder des Atem- und Magen-Darmtrakts stehen häufig in Zusammenhang mit biopsychosozialen Belastungsfaktoren, nicht selten ergänzt von Ess-, Schlaf-, Verhaltens- oder Persönlichkeitsstörungen. Neben psychodiagnostischen und psychotherapeutischen Anwendungen erlernen die Patienten in unseren multimodalen Therapieansätzen zudem ihren Heilungsverlauf durch verschiedene Aspekte einer gesunden Lebensführung selbst zu beeinflussen – beispielsweise eine gesunde Ernährung durch unsere Lehrküchen, Optimierung der Schlafqualität, Bewegung an der frischen Luft, Sport sowie Entspannung. Für Letztere bietet unser Haus eine besondere Therapieform an – die der Klangschalen. Bei dieser nonverbalen Einzeltherapie ist bereits nach der ersten Behandlung eine deutliche Entspannung und Linderung der Beschwerden zu spüren.

Für einen erfolgreichen Heilungsverlauf berücksichtigen wir psychische und körperliche Aspekte gleichermaßen und legen Wert auf eine Atmosphäre, in der das Ambiente des Hauses eine niederschwellige Art vermittelt und somit Angst und Stress entgegen wirkt.

 

Schmerz- und Somatoforme Störungen

Bei somatoformen oder funktionellen Störungen handelt es sich um körperliche Beschwerden, bei denen in medizinischer Hinsicht keine ausreichenden körperlichen Ursachen ausgemacht werden können und deshalb psychisch bedingt sind. Oft werden „normale Körperprozesse“ verstärkt wahrgenommen und als Anzeichen einer körperlichen Erkrankung gesehen (z.B. rascher Herzschlaf bei Belastung). Meist gibt es einen individuellen Auslöser (z. B. Stress, belastende Lebenssituation), der zu einer körperlichen Reaktion führt. Das Herz schlägt schneller, man verspannt sich oder hat einen nervösen Magen. Anders hingegen bestehen bei der Schmerzstörung starke und oftmals anhaltende Schmerzen in einer bestimmten Körperregion. Häufig wird zunächst eine physische Ursache ermittelt (z.B. ein Bandscheibenvorfall). Die Schmerzen bleiben jedoch weiterhin bestehen, auch wenn die körperliche Ursache behoben wurde.

Neben aussagekräftigen Messverfahren SF 36, BDI-II und BSI (erläutert in unseren anderen Indikationen) klären wir in Einzel- und Gruppengesprächen die Umstände und Auswirkungen der Störung, denn unklare Körperbeschwerden treten oftmals auch als Begleiterscheinungen von anderen psychischen Erkrankungen (z. B. Angsterkrankungen, Depressionen) auf. Aus diesem Grund setzen wir auf eine integrative Herangehensweise aus Körpertherapie, Biofeedback, medizinischen Trainings- und Kreativtherapien in Verbindung mit kognitiver Verhaltens- sowie tiefenpsychologischer Psychotherapie. Generell orientieren wir uns in Diagnostik und Therapie an deraktuellen S-3 Leitlinie zur Behandlung entsprechender Körperbeschwerden.

Zudem bietet unser ausgewogenes Sportangebot wie etwa Pilates, Yoga, Wassergymnastik, Aquajogging, Wandern, Frühsport oder Wirbelsäulengymnastik, viele Möglichkeiten, die physische Ebene zu kräftigen, die Körperwahrnehmung zu vertiefen, Motivationsauf- oder Spannungsabbau zu betreiben und sich auf den Alltag mit körperlicher Balance vorzubereiten.

 

Schlafmedizin mit hauseigenem portablen Schlaflabor

Schlafstörungen begleiten eine ganze Reihe von psychosomatischen Krankheitsbildern und können ein sehr akutes Problem darstellen. Bevor wir einen optimalen therapeutischen Ansatz festlegen, gilt es zunächst in der Diagnostik zwischen körperlich bedingten und psychosomatischen Schlafstörungen zu unterscheiden. Letztere Störungen treffen vorwiegend depressive und an Burnout leidende Patienten. In unserer Klinik messen wir zunächst die Qualität des Schlafes. Dies erfolgt sowohl an den Parametern der Tagesmüdigkeit sowie dem hauseigenen, kleinen Schlaflabor, entwickelt von unserem Leiter für Schlafmedizin Dr. Regler. Messwerte wie Atmung, Sauerstoffsättigung (z.B. bei längeren Atempausen) und kardiale Werte geben uns Rückschlüsse für entsprechende Maßnahmen zur Schlafhygiene sowie Medikation, Ernährung oder physikalischer Therapie. In der Schlafhygiene erlernen die Patienten überdies ihren verschobenen Schlaf-Wach-Rhythmus durch verschiedene Maßnahmen und Rituale zu normalisieren und diese auch Zuhause weiterzuführen.

 

Essstörungen…

… sind multifaktoriell bedingt und haben somit nie nur eine Ursache. Sie entstehen durch ein komplexes Zusammenspiel von biologischen, individuellen, familiären und soziokulturellen Faktoren. Unser psychotherapeutischer Spezialisierungsschwerpunkt liegt hier auf dem Gebiet der Behandlung von norm- bis übergewichtigen Essgestörten. Da es sich bei Essstörungen meist um Erkrankungen mit körperlichen Folgen handelt, ist eine ärztliche Begleitung durch unseren Internisten in der Regel angezeigt. Er führt zunächst eine medizinische Diagnostik durch und behandelt im Anschluss deren mögliche Ursachen.

Mit Hilfe von Ernährungs- und Symptomprotokollen erfahren unsere Diätassistenten, mit zusätzlicher Qualifikation für Ernährungspsychologie, ob Ernährungsunverträglichkeiten vorliegen, aber zugleich motivieren sie die Patienten, durch eigene Wahrnehmung und Achtsamkeit zu erkennen, was ihnen gut tut oder eben nicht. Wir nehmen absichtlich Abstand von Diätkost, denn Lebensqualität, welche mit Spaß und Genuss am Essen einhergeht, soll vermittelt werden. Darin sehen wir eine individuelle und nicht nach Schubläden gestaltete Ernährung.

In unseren modern ausgestatteten Küchen werden an drei Tagen in der Woche themenbezogene Lehrküchen angeboten, um krankheits- und symptomspezifische Ernährung gesundheitsbewusst herzustellen – Rezepte natürlich inbegriffen. In Gruppen oder auch Einzeln lernt der Patient Gefühle von Hunger oder Sättigung zu trainieren, immer unter einem ernährungspsychologischen Ansatz. Das erklärte Ziel ist dabei, die mit dem Patient individuell erarbeiteten Ernährungsrichtlinien auch nach dem Klinikaufenthalt weiterzuführen.


„Kein Mensch ist wie der andere, so auch die Symptomatik. Deshalb unterstützen Fachleute – vom Arzt über Therapeuten bis zum Service – unsere Patienten“, verdeutlicht Herr Dr. Regler.