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Depression

 

Eine Mut machende Erkenntnis, wie viel Kraft die neue Klarheit gibt

Das depressive Erkrankungsbild ist vielschichtig und gehört zu den am häufigsten auftretenden psychosomatischen Erkrankungen und dies gesellschaftsübergreifend. Die Behandlung depressiver Störungen ist deshalb einer der Schwerpunkte unserer Einrichtung. Den Patienten erwarten während seines Aufenthalts nicht nur ein auf ihn zugeschnittenes ganzheitliches und interdisziplinäres Behandlungskonzept, sondern effektive und zum Teil einzigartige Diagnoseverfahren, die den Behandlungserfolg für Patienten und Therapeuten direkt nachvollziehbar darstellen können. Die Messung und damit die Visualisierung von Symptomen ist ein wesentlicher Baustein unserer Psychodiagnostik. Da der Krankheitsverlauf oftmals Tagesschwankungen unterliegt, können unsere Patienten bei Bedarf auf eine 24 Stunden Betreuung durch unsere 18 Co-Therapeuten und den daran angrenzenden medizinischen Dienst zurückgreifen.

Aufgehoben, angenommen und als wertiger Mensch behandelt, verlassen 85 % unserer ehemals depressiven Patienten unser Haus mit mehr Lebensfreude.

Depression - Die Erkrankung und ihre Ursachen

Das klinische Erscheinungsbild ist sehr vielschichtig und wird nach ICD-10 klassifiziert. Unter anderem sind Verluste, Belastungen, Überforderungen, seelische Verletzbarkeiten, perfektionistische Anforderungen an sich selbst, traumatische Erlebnisse aus Trennungen, aber auch biochemische Veränderungen im Gehirn und traumatische Erlebnisse Auslöser dieser Erkrankung. Auch genetische Faktoren können in Wechselwirkung mit der Umwelt beeinflussend sein.
 

 

Symptome

Hauptsymptome sind gedrückte, niedergeschlagene Stimmung, erhöhte Ermüdbarkeit, Interessenverlust und Antriebsmangel. Hinzutreten können geringes Selbstwertgefühl, Suizidgedanken, Schlafstörungen oder Gefühle von Schuld und Wertlosigkeit. Menschen mit einer Depression fällt es überdies schwer, sich zu konzentrieren und komplexe Sachverhalte zu erfassen. Dies macht sich unter anderem dadurch bemerkbar, dass die Patienten nicht in der Lage sind, ansonsten alltäglichen Aktivitäten wie Einkaufen, Haushaltsverrichtungen, Zeitungslesen oder Fernsehen nachzugehen. Betroffene berichten in der Praxis selten spontan über typisch depressive Kernsymptome. In erster Linie sind es eher verminderter Appetit, Kraftlosigkeit oder Schmerzen, aber auch Hoffnungslosigkeit, Niedergeschlagenheit und Verzweiflung oder Abwesenheit jeglicher Fähigkeit zur Empfindung von Emotionen. Vegetative und psychosomatische Beschwerden stehen oft ganz im Vordergrund. Die Symptomatik kann im Tagesverlauf durchaus Schwankungen unterliegen, klassisch ist eine ausgeprägte „Morgentief-Stimmung“, die sich in den Abendstunden meistens verbessert.

 

Psychodiagnostik

Da das frühzeitige Erkennen depressiver Erkrankungen eine wichtige und verantwortungsvolle ärztliche Aufgabe darstellt, ist gezieltes Fragen für die Symptomerkennung essentiell. Hierzu wenden wir zum einen das BDI-II Testverfahren an, bei dem die Schwere von depressiven Erkrankungen gemessen wird. Zum anderen misst das BSI Testverfahren im Zeitraum von 7 Tagen die vom Patienten subjektiv empfundene Beeinträchtigung durch körperliche und psychische Symptome. Daraus resultiert ein neuropsychologisches Testprofil, welches am Beginn und zum Ende des Aufenthalts erstellt und visualisiert wird, sodass der Behandlungserfolg für Patienten und Therapeuten direkt nachvollziehbar dargestellt werden kann. Auch die Schlafdiagnostik findet hier ihren Einsatz.

ABCB-1 Test – schneller zur richtigen Medikation bei Depression
Unser Denkansatz ist von qualitativ gehaltvollen und nachhaltigen Ergebnissen für den Patienten geprägt. Wie das am Max-Planck-Institut entwickelte äußerst effiziente molekulargenetische Diagnoseverfahren, das den Arzt bei der Medikation mit Antidepressiva unterstützt. Zu Beginn einer Behandlung durchgeführt, können wir hierbei eindeutig feststellen, welche Medikamente bei dem Patienten anschlagen und welche nicht. Dadurch entfallen verzweifelte Blindtherapieversuche, was eine enorme Zeitersparnis darstellt und uns einen gezielten Therapieansatz ermöglicht. Allerdings werden die Kosten von ca. 150,- Euro nicht von allen Krankenkassen getragen.

 

Unser Therapieansatz

Depressive Störungen sind durch qualifizierte Diagnostik und Therapie gut behandelbar. In 6-8 Wochen betreuen wir die Betroffenen durch individuell verschiedene Therapieansätze sowohl in Einzelgesprächen als auch in der Gruppentherapie wie etwa stellvertretend die Depressionsbewältigungsgruppe, in der im Selbstlernprozess erörtert wird, wie man unter anderem Antrieb und Lebensfreude steigern kann. Zudem spiegeln Gruppenteilnehmer wieder, dass sie Ähnliches durchmachen. Auch in unserem kreativ-therapeutischen Ansatz lassen sich gerade in der Kunst Gemütszustände sehr gut ausdrücken, egal ob in Form von Tanz, Malerei, Musik oder anderen künstlerischen Aktivitäten. Die Aufgabe besteht hier in einem Aufbau einer Brücke zwischen Bauch und Verstand. Depressive Patienten erleben zunächst nichts oder nur wenig, was sich mit zunehmender Teilnahme verbessert. Abgestimmt auf das symptomatische Krankheitsbild ergänzen zudem die Angebote unserer Ernährungs-, Sport-, Physio- und psychosomatischen Gruppen das Behandlungskonzept. Die Erfahrungen aus den Gruppentherapien werden in den Einzelgesprächen weiter bearbeitet. Sie sind ebenfalls fester Bestandteil unserer Therapie, denn vielen fällt es hier leichter, bestimmte Themen wie anzusprechen. In der Einzeltherapie geht es entweder um die Aufarbeitung depressionsfördernder oder belastender Lebensereignisse oder auch um die Verbesserung des Selbstbilds, Abbau negativer Gedanken und Aufbau positiver Emotionen.

Die Intension unseres Konzeptes ist, dass jeder Einzelne bezugstherapeutisch betreut wird und das individuelle Ansprechen unabdingbar für ein Öffnen der Persönlichkeit ist. Die meisten Patienten verinnerlichen diesen Ansatz und gehen gestärkt aus ihm hervor, können sogar mehrheitlich in ihren Berufen wieder arbeiten. Eine anschließende ambulante Therapie ist von uns empfohlen, um den Übergang zur Stabilisierung und zur Unterstützung im Alltag zu gewährleisten. Dies kann, wie in unserem Hause auch, in Einzel- oder Gruppentherapien erfolgen.


"Klarheit finden, sich selbst verstehen und Hilfe annehmen, die den Alltag um die eigene Person unterstützen kann. Unser Team geht gemeinsam mit Ihnen gerne diesen Weg", sind sich Ärzte und Therapeuten einig.

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