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Hilfe bei Angststörung

Unser Angstbewältigungsprogramm als Alleinstellungsmerkmal

Viele Faktoren und schwerwiegende Ereignisse bilden die Ursache für die häufig auftretenden Angststörungen, die im fortgeschrittenen Verlauf in Panikattacken übergehen können. Die Folgen führen zur erheblichen Beeinträchtigung von Lebensqualität, Selbstvertrauen und sozialem Miteinander und oftmals zum Verlust der Selbstkontrolle. Als besonders wirksame Methode zur Bewältigung von Ängsten hat sich die kognitive Verhaltenstherapie herausgestellt, bei dem sich der Patient den angstbezogenen Situationen behutsam stellt. Eine der Besonderheiten unserer Einrichtung ist die Expositionstherapie von Lokstand- und Kampenwandmitfahrten. In Kombination mit dem Biofeedback-Verfahren werden u.a. Puls- und Atemverhalten gemessen und über verschiedene Übungen Einfluss auf das Angstverhalten genommen. Die Visualisierung der Selbstwirksamkeit wird als positiv beeindruckendes Schlüsselerlebnis empfunden.

Die Patienten unseres Hauses partizipieren von einer interdisziplinären Expertise, die Erkrankung sowohl verhaltenstherapeutisch, psychoanalytisch und tiefenpsychologisch zu betrachten und damit gute Erfolge, auch bei länger bestehenden Ängsten, zu erreichen.

 

Angst - Die Erkrankung und ihre Ursachen

Ohne dass es uns immer bewusst ist, führt uns Angst durch die Gefahren des Lebens. Bei manchen Menschen nimmt die Furcht aber ein übersteigertes Ausmaß an. Dann spricht man von einer Angsterkrankung. Sie zählen neben Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Bei der Entstehung von Angst- und Zwangsstörungen spielen genetische, biographische und psychosoziale Belastungsfaktoren eine Rolle. Die wichtigsten Formen sind Panikattacken, generalisierte und soziale Angststörung, sowie spezifische Phobien und die Zwangsstörung. Panikzustände können völlig überraschend auftreten . Sie können aber auch in bestimmten Situationen ausgelöst, „getriggert“, werden.

 

Symptome

eben den Ängsten und den damit einhergehenden körperlichen Symptomen leiden die Betroffenen unter einem mangelnden Vertrauen in die eigene Stärke und unter dem Gefühl des Ausgeliefertseins. Die Patienten quälen sich außerdem häufig mit Ein- und Durchschlafstörungen und haben aufgrund der Auswirkungen ihrer Krankheit oft Probleme in der Partnerschaft oder der Familie sowie im Berufsleben. Manchmal wird als „Selbstbehandlungsversuch" Alkohol konsumiert, da er kurzfristig die Angst lindern kann. Eine Gefahr liegt auch im Dauergebrauch von Beruhigungsmitteln. Bei den in der Regel bis 30 minütigen Panikattacken leiden die Patienten unter wiederkehrenden schweren Angstanfällen mit heftigen körperlichen und psychischen Symptomen wie Atemnot, Benommenheit, Gefühl der Unsicherheit und Ohnmacht, Schwindel, Herzklopfen oder unregelmäßiger Herzschlag, Zittern, Schwitzen, Gefühle von Erstickung, Enge, Übelkeit, Bauchbeschwerden, Hitzewallungen oder Kälteschauer, Schmerzen, Kontrollverlust sowie Taubheits- oder Kribbelgefühle. Appetitlosigkeit, bisweilen aber auch Anfälle von Heißhunger können ebenfalls Bestandteil der Symptomatik sein. Oft glauben die Patienten an einem Herzinfarkt oder einer anderen schweren Krankheit zu leiden.

 

Psychodiagnostik

Biofeedbackverfahren

Erkrankungen mess- und visualisierbar zu machen, ist ein Schlüsselerlebnis für Patienten und Ärzte und bildet daher einen wesentlichen Baustein unserer Diagnostik. Für Angst- und somatoforme Störungen wenden wir standardisierte Messverfahren neben BDI II, der BSI-Effektstärke, auch das krankheitsübergreifende Messinstrument SF-36 zur Erfassung der Lebensqualität und Symptombelastung an. In 36 Punkten verschaffen wir uns einen Überblick über das psychische Wohlbefinden, die allgemeine Verfassung sowie das soziale Umfeld. Die individuellen Ergebnisse werden mit Normenwerten verglichen und anschließend verständlich für den Patienten visualisiert. Den Vergleich, zwischen Anfang und Ende der Therapie, ist für alle Beteiligten immer wieder ein positives Aha-Erlebnis. Um Stress in seiner Auswirkung und Gänze sichtbar zu machen, bieten wir zudem den Bio-Feedback-Test an, mit dessen Hilfe unbewusst ablaufende körperliche und seelische Prozesse erfasst und der bewussten Wahrnehmung zugänglich gemacht werden. Basis der Messparameter sind die Hautleitfähigkeit, der Puls, die Temperatur, die Muskelanspannung und die Atmung. Hier kann der Patient erkennen, dass Situationen und Verhalten selbst beeinflussbar sind.

 

Unser Therapieansatz

Angsterkrankungen gehören zu den gut zu behandelnden psychischen Störungen. Spezifische „gerichtete“ Ängste wie Phobien lassen sich durch Üben und schrittweise Exposition beherrschen, eher ungerichtete, allgemeine Ängste durch Psychotherapie behandeln. Medikamente können bei akut auftretenden Panikattacken helfen, und das Wissen um ihre Wirksamkeit kann schon eine Erwartungsangst nehmen. Ängste können sich in vielen Körperfunktionen psychosomatisch ausdrücken – Herzklopfen, Schwindel, Schwitzen sind typische Symptome. In der Therapie lernt der Patient, diese besser zu beherrschen. Um die Symptome einer Angsterkrankung besser zu verstehen, sind für den Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch Gespräche in der Einzel- aber auch Gruppentherapie wie der Angstbewältigungsgruppe bestens geeignet. Sie dienen gleichzeitig als Motivation, um an unseren teilweise einzigartigen Angeboten der Exposition teilzunehmen. Dabei geht es vor allem darum, sich den angstbezogenen Situationen, zum Beispiel engen Räumen, durch unsere Fahrten in der Kampenwandbahn, nach und nach zu stellen. Zweifelsohne bildet Vertrauen und Mut die Basis dieses Vorgehens, deshalb werden im Vorfeld individuelle Gespräche über den möglichen Ablauf mit dem behandelnden Therapeuten geführt. Unsere Co-Therapeuten erfüllen in diesem Zusammenhang eine wesentliche Rolle, da sie in kombinierter Anwendung von Tiefenpsychologie und Verhaltenstherapie immer währender Ansprechpartner sind und mit bewegungs- und kreativfördernden Methoden auf Jeden individuell eingehen können.
Da bei Angstpatienten der Stresslevel besonders hoch ist, empfehlen wir neben unseren Ernährungs-, Kreativ- und Sportangeboten die Entspannungstherapie, insbesondere die der Klangschalen, aber auch andere bewährte Techniken. In einer bis zu 50 minütigen Sitzung werden drei Klangschalen über den gesamten Körper verteilt. Somit gehen die Schwingungen der Klänge durch alle Körperpartien. Sie wirken entspannend, energiebringend und schmerzlösend und dies bereits nach der ersten Behandlung. In einigen Fällen wird in Kombination das Bio-Feedback-Verfahren angewandt. Dabei haben wir festgestellt, dass am Ende der Sitzung eine deutliche Besserung des Krankheitsbildes erreicht werden konnte.


Mit unserem individuell ausgearbeiteten und abgestimmten Therapie-Ansatz können wir hotelähnliche Atmosphäre und beste medizinische Betreuung bieten. Durch unser klinikfreies Ambiente möchten wir Ängste und Vorbehalte abbauen", verdeutlichen Frau Dr. Zimmer und Herr Bock.