Medical Park Bad Camberg
Werk- und Arbeitstherapie
Ziel der Arbeitstherapie ist die Feststellung der Arbeitsfähigkeit des Betroffenen. Hierbei werden Anforderungs- und Fähigkeitsprofile im Rahmen einer ausführlichen Berufsanamnese mit Arbeitsplatzbeschreibung sowie der standardisierten Verfahren MELBA und IDA erstellt. MELBA ist ein Assessmentverfahren welches 29 Items aus sechs Gruppen ( Kognition, soziale Fähigkeit, Art der Arbeitsausführung, Kulturtechniken, Kommunikation und psychomotorische Merkmale ) prüft und eine Darstellung als Fähigkeitsprofil ermöglicht. Mit Ida wird Melba um 14 standardisierten Arbeitsproben erweitert. Hierdurch ist ein Zugewinn an Informationen bezüglich der Auswirkungen eventueller Fähigkeitsdefizite im Hinblick auf praktische Fähigkeiten zu erkennen. zusätzlich lassen sich Hinweise auf ein Minderung der psychophysischen Belastbarkeit erkennen. Die Profile dienen als Ausgangsbasis für weitere Therapien und zur Validierung des Therapieerfolges.
In der Werktherapie ist es Ziel das Wiedererlangen sowie der Erhalt der Handlungsfähigkeit und damit größtmögliche Selbstständigkeit und Unabhängigkeit im täglichen Leben und im Beruf. Um die Ziele des Aufenthaltes erreichen zu können, steht zu Beginn der Behandlung die Feststellung der motorischen und kognitiven Defizite. aus der sich die fachspezifischen Teilziele ergeben: Für eine erfolgreiche Behandlung ist auch die Zielvorstellung des Patienten ausschlaggebend. Durch den Einsatz von Werktechniken, ca. 25 Verschiedene (z.B. Töpfern, Dry Brush, Korbflechten, etc.), sollen ungünstige Bewegungsmuster reduziert und Folgeschäden dadurch vermieden werden. Die Greiffunktion, die Kraft und Sensibilität der Hände werden hierbei trainiert. Gleichzeitig wird die Konzentration, räumliche Wahrnehmung, Umsetzen von Arbeitsanweisungen im kognitiven Bereich trainiert.
Weiterhin werden in der Werktherapie die einzelnen Arbeitsplätze für den Pat. hergerichtet. die sich nach den modernsten ergonomisch u. antroprometrischen Erkenntnissen richten.
Eine regelmäßige Kontrolle des Arbeitsplatzes, in Absprache mit dem Patienten, gibt im Verlauf der Behandlung die Möglichkeit, sie immer wieder anzupassen. Die Dokumentation des Behandlungsverlaufes erhält der behandelnde Arzt.
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