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Sportmedizinischer Zweitageskurs (ZTK 1)

Am 19. und 20. Mai 2012 findet im Medical Park Bad Rodach ein Sportmedizinischer Zweitageskurs statt. Der Kurs erfüllt die Voraussetzungen zur Erlangung der Zusatzbezeichnung "Sportmedizin" und ist mit 16 Fortbildungspunkten von der Bayerischen Landesärztekammer anerkannt. mehr...
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Kompetenz-Zentrum Aphasie

Was ist Aphasie?


Jedem von uns ist es schon einmal passiert, dass plötzlich ein Wort fehlt. Jeder von uns hat sich schon einmal versprochen oder war nicht in der Lage, einen Sachverhalt sprachlich korrekt auszudrücken. Dagegen ist der Verlust der Wörter oder gar der Sprache (= Aphasie) genauso grausam, wie eine Isolationshaft. Nicht mehr, oder nur sehr eingeschränkt kommunizieren zu können, verletzt die Würde des Menschen. Die Ursache hierfür ist oft ein Schlaganfall. Weitere Ursachen können Hirnblutungen, Schädel-Hirn-Verletzungen, Hirntumore oder entzündliche Prozesse im Gehirn sein.

In Deutschland erleiden jährlich circa. 35 000 Menschen eine Aphasie, die zu einer manchmal lebenslangen Behinderung führt. Nimmt man andere Krankheitsursachen hinzu, insbesondere Hirnabbauerkrankungen des Alters, so liegt die Anzahl der chronisch Erkrankten deutlich höher.

Männer und Frauen können im gleichen Maße von einem Schlaganfall und somit von einer Aphasie betroffen sein. Mehr als 30 Prozent aller Schlaganfälle treten bereits im Berufsalter auf, also vor dem 65. Lebensjahr.

Aphasie, im deutschsprachigen Raum mit Sprachverlust übersetzt, bedeutet für die Betroffenen nicht nur einen funktionellen Ausfall der Sprache, sondern eine grundlegende Veränderung der bisherigen Lebenssituation.
Der Aphasiker hat Schwierigkeiten, mit seiner eigenen Sprache umzugehen. Betroffen sind in der Regel:

  • das Sprechen,
  • das Verstehen,
  • das Lesen,
  • das Schreiben und
  • der Umgang mit Zahlen.

Häufig wird die Aphasie durch eine Lähmung oder Schwäche einer Körperhälfte (meist rechts) begleitet. Aphasiker leiden u.U. unter:

  • Gedächtnis-, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen,
  • Gesichtsfeldeinschränkungen (Hemianopsien),
  • Störungen der Körperwahrnehmung (Dysästesien, Neglect),
  • Störungen der Bewegungskoordination (Apraxie, Ataxie),
  • Gefühlsschwankungen, Reizbarkeit und
  • Störungen des Antriebs.

Aphasiker sind nicht geistig behindert; die Fähigkeit zu denken ist nicht beeinträchtigt!

Die Folgen einer Aphasie sind für die Betroffenen tiefgreifend. Der Alltag eines Aphasikers ist kommunikativ stark eingeschränkt – ein Gespräch führen, Zeitungslesen, Einkaufen, Telefonieren, Schreiben etc. sind nur noch rudimentär oder gar nicht mehr möglich. Die Arbeitsmöglichkeiten sind reduziert, soziale Kontakte verändern sich, verstärkte Abhängigkeit und Isolation sind die Folgen. Mit dem Verlust der Sprache verliert der Betroffene eine der wichtigsten Formen des sozialen Handelns. Die Verbindung zur Außenwelt und zu den Mitmenschen zerbricht. Aphasie als multimodale Funktionsstörung muss aber keine „intellektuelle Einzelhaft“ bedeuten, sondern kann erfolgreich therapiert werden. Aphasiker benötigen eine spezielle Sprachtherapie wie auch eine spezielle psychologische und neuropsychologische Behandlung.

 
 
 
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Chefarzt Neurologie

 
Prof. Dr. med. Stefan Hesse mehr...
 
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