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Startschuss für die neue Fachklinik für Psychosomatik

Am 1. September 2011 hat die nunmehr zehnte Klinik der Medical Park AG ihre Pforten geöffnet: die Fachklinik für Psychosomatik Medical Park Chiemseeblick. mehr...
 

Kooperation Medical Park - BMW dient Patienten

Mit der Übergabe des ersten Therapiefahrzeugs auf der Basis des BMW X 1 an die Neurologische Rehabilitationsklinik Bad Camberg ist eine neue Phase in der Therapie von Schlaganfallpatienten eingeleitet worden. mehr...
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Medical Park Bad Wiessee St. Hubertus

Kniebeugetest macht Therapiefortschritte sichtbar


Bad Wiessee. Die Kniebeuge ist eine elementare Teilbewegung vieler Alltagsbewegungen, wie z.B. Hinsetzen, einen Gegenstand vom Boden aufheben, Socken/Schuhe anziehen usw. Demnach hat eine problem- und beschwerdefreie Ausführung eine hohe Relevanz für die Lebensqualität. Arthrose in Knie- oder Hüftgelenk führt zu Schmerzen bei der Kniebeugebewegung. Zur Schmerzvermeidung  schränken Betroffene das Bewegungsausmaß ein und entlasten das arthrotische Bein, was zu eingeschränkter Beweglichkeit und Abschwächung der Muskulatur führt. Durch den operativen Gelenksersatz ist die Schmerzursache in der Regel beseitigt. Dennoch beobachten Therapeuten bei TEP-Patienten häufig stark asymmetrische Ausführungen der Kniebeugebewegung. In enger Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Konservative & Rehabilitative Orthopädie der TU München sollten diese Beobachtungen objektiv erfasst werden und damit als Grundlage für gezielte Therapie dienen. Unterstützung in Form von Messequipment und konzeptionellem Input erhielt das Forschungsteam dabei von der Firma novel (www.novel.de, München), weltweiter Marktführer im Bereich Druckverteilungsmessung. „Anhand der Druckverteilung unter den Füßen sollten unnatürliche  Bewegungsmuster der Kniebeugebewegung identifiziert und der Verlauf während des Klinikaufenthalts beobachtet werden“, formuliert der Chefarzt der Klinik Medical Park Bad Wiessee St. Hubertus, Prof. Dr.  med. Thomas Horstmann, das Studienziel.
61 Hüft-TEP-Patienten der Klinik nahmen bereitwillig an der Studie teil. Sie absolvierten in einer Eingangsmessung direkt zu Beginn und einer Ausgangsmessung am Ende ihres Klinikaufenthalts je zweimal fünf Kniebeugen auf Druckmessplatten. Anhand der Druckverteilungsmessung wurde einerseits die Gewichtsverteilung zwischen den Beinen erfasst, um eine Entlastung des operierten Beins zu verdeutlichen. Weiterhin stellte die Analyse der Körperschwankungen in seitlicher sowie vor-rückwärtiger Richtung ein Maß der Beinachsenstabilität dar. Erhöhte Schwankungswerte lassen auf eine instabile Beinachse schließen. Zur Einschätzung der Ergebnisse fand ein Vergleich mit einer gesunden Kontrollgruppe statt.
Wie erwartet, zeigten die Patienten bei der Eingangsuntersuchung eine deutliche Entlastung des operierten Beins. Weiterhin stellte die Forschergruppe fest, dass die Patienten während der Kniebeugebewegung in beide Bewegungsrichtungen deutlich stärker schwankten als die Kontrollprobanden. „Erfreulicherweise konnten wir am Ende des Klinikaufenthalts eine beachtliche Verbesserung sowohl bei der Entlastung des operierten Beins als auch in der seitlichen Schwankung feststellen“, fasste Studienleiter Dr. Torsten Brauner die enormen Verbesserungen der Patienten zusammen. Viele Patienten erreichten nach nur zweieinhalb Wochen Therapie Werte vergleichbar mit denen der gesunden Kontrollgruppe.
„Unser Ansicht nach ist der Kniebeugetest sehr gut für den Klinikeinsatz geeignet: er gibt den Patienten eine objektive Rückmeldung über ihren Therapiefortschritt und dazu ist der Test noch schnell und einfach durchführbar. So einfach sogar, dass Patienten ihn in Zukunft eigenständig durchführen könnten, um regelmäßig zeitnahes Feedback zu erhalten“, sieht Prof. Dr. Thomas Horstmann eine praktische Anwendungsmöglichkeit für den Klinikalltag.
Aber der Test legte auch Defizite im Bewegungsverhalten der Patienten offen: Die Werte der vorwärts-rückwärts Schwankungen waren auch am Ende der Anschlussheilbehandlung gegenüber der Kontrollgruppe signifikant erhöht und können als eine Instabilität der Beinachse interpretiert werden. Genau an dieser Stelle soll nun eine Folgestudie in der Klinik Medical Park Bad Wiessee St. Hubertus mit Sporttherapeut und Tai Chi Instrukteur Ernst Rämisch ansetzen. Hierbei soll mit intensivem Tai Chi Training eine Stabilisierung der Beinachse erreicht werden, denn Tai Chi bietet mit seinen runden und kraftvoll kontrollierten Bewegungsformen eine ideale Basis zur Kräftigung und Stabilisierung der Beinachse.
 
 
 
 

In Ausgabe 7/2011 lesen Sie:

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