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Versorgung von Schlaganfall-Patienten wird optimiert.

Charité, Medical Park Berlin Humboldtmühle und BARMER GEK haben IV-Vertrag geschlossen.
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Medical Park Berlin Humboldtmühle

Versorgung von Schlaganfallpatienten wird optimiert.


10 000 Menschen erleiden in Berlin jährlich einen Schlaganfall – alle 52 Minuten einer. 2 000 davon überleben das erste halbe Jahr danach nicht. Schnelles Handeln ist also  gefragt, um Leben zu erhalten und Folgeschäden zu minimieren.  Um die Versorgung von Schlaganfallpatienten zu verbessern,  haben die Charité – Universitätsmedizin Berlin, das Schlaganfallzentrum Medical Park Humboldtmühle und die BARMER GEK den ersten Vertrag zur integrierten Versorgung dieser Patienten in der Hauptstadt geschlossen.

Der Vertrag Pro APOPLEX plus wird zum 1. März 2012 wirksam.

Da die Genesungschancen von Schlaganfallpatienten wesentlich steigen, wenn möglichst frühzeitig mit einer intensiven Therapie begonnen wird,  stimmen sich nach diesem Vertrag die behandelnden Ärzte der Charité-Akuthäuser  und  der Klinik Medical Park Berlin Humboldtmühle bereits kurz nach Aufnahme der Patienten aufs engste ab, um den unter medizinischen Gesichtspunkten optimalen Verlegungszeitpunkt von der einen in die jeweils nächste Behandlungsphase festzulegen. Unterstützend wurde ein hierfür eigens aufgelegtes Case-Management eingerichtet.

Der Vorsitzende des Vorstands der Charité, Prof.  Dr. Karl Max Einhäupl, bezeichnete den IV-Vertrag als wesentlichen Baustein zur Festigung der Spitzenposition der Charité bei der Entwicklung und Umsetzung innovativer Versorgungsprojekte. Er hob insbesondere die wohnortnahe Versorgung der Schlaganfallpatienten hervor, die den Betroffenen wie den Angehörigen gleichermaßen zugute komme. 

Dr. Christoph Straub, Vorstandsvorsitzender der BARMER GEK, zeigt sich erfreut über die Zusammenarbeit erstklassiger Partner. „Hier bündeln Experten ihr Wissen und Können für eine lückenlose Behandlungskette zwischen Akutversorgung, Rehabilitation und ambulanter Versorgung. Ich bin sicher, dass dies dem Genesungsprozess unserer Patienten zugute kommt“, so Dr. Straub.

Die direkte Verlegung von Schlaganfallpatienten aus der Charité in die Klinik Medical Park Berlin Humboldtmühle kann nach dem IV-Vertrag auch an Wochenenden erfolgen.

Die Klinik verfügt über eine leistungsfähige Neurologische Abteilung. Medical Park-Vorstandsvorsitzender Hartmut Hain unterstrich die Kompetenz der Medical Park AG im Bereich der Schlaganfall-Rehabilitation. Auf der Grundlage eines für alle Medical Park-Kliniken verbindlichen Schlaganfallkonzepts würden täglich rund 600 neurologische Patienten in den Häusern der Medical Park AG  betreut. Die vielfältigen Erfahrungen würden nun verstärkt auch den Schlaganfallpatienten aus dem Großraum Berlin dienen. 

Für den Erfolg des neuen Konzeptes ist es wesentlich, dass für die Patienten und deren Angehörige keine formellen Hürden oder Verzögerungen im Verlauf der unterschiedlichen Behandlungsphasen entstehen. Deshalb bereiten die Versorgungsmanager der BARMER GEK bereits während der Rehabilitationsphase in der Humboldtmühle die Entlassung in die häusliche Umgebung vor. Das bedeutet:

  • vor allem die Überleitung in die ambulant-ärztliche Versorgung,
  • die Sicherstellung eventuell notwendiger Hilfsmittel,
  • falls notwendig, die Vorbereitung auf Kurzzeit- oder Dauerpflege sowie
  • den kostenfreien Transport nach Hause

Die Teilnahme an diesem Vertrag ist für alle betroffenen BARMER GEK Versicherten möglich. Es entstehen keinerlei Mehrkosten gegenüber der Regelversorgung der Gesetzlichen Krankenversicherung. Der Versicherte oder ggf. ein naher Angehöriger erklären ihre Teilnahme am  Vertrag nach Aufnahme in der Charité.

Ein weiteres Ziel des Vertrages besteht darin, die Schlaganfallversorgung in Deutschland für alle Patientinnen und Patienten weiter zu entwickeln und zu optimieren. Zu diesem Zweck erfolgt eine wissenschaftliche Begleitung dieser Integrierten Versorgung von Schlaganfallpatienten durch das Centrum für Schlaganfallforschung Berlin (CSB).

Der Berliner Senator für Gesundheit und Soziales, Mario Czaja, würdigte das Zustandekommen des Vertrages Pro APOPLEX plus ausdrücklich: „Eine Verbesserung der fach- und sektorübergreifenden Versorgung ist ein besonderes Anliegen des Senats. Dieser Versorgungsvertrag ist ein weiterer Schritt zu einer besseren sektorübergreifenden Behandlung von Schlaganfallpatienten, da sie vom stationären Aufenthalt über die Rehabilitationsphasen begleitet werden und damit zur Vermeidung von Schnittstellenverlusten im Rahmen des Übergangs vom stationären in den ambulanten Bereich beigetragen wird. “

 

 
 
 
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