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Medical Park Loipl
Auch die Angehörigen brauchen Hilfe
Loipl. Nicht nur direkt Betroffene leiden unter den Veränderungen nach einem Schlaganfall, Schädelhirntrauma oder einer Hirnblutung – vor allem auch das nähere Umfeld. Plötzlich ist der Lebens- oder der Ehepartner, ein Elternteil oder auch das Kind, der Angehörige, der bisher ein selbständiges autonomes Leben geführt hat, in einer komplett veränderten Position und im schlimmsten Fall auf Hilfe und Unterstützung in der Alltagsbewältigung angewiesen. In der Klinik Medical Park Loipl steht – wie in allen anderen Medical Park-Kliniken auch – den Angehörigen der Sozialdienst unterstützend zur Seite, wenn es um Fragen wie die weitere Versorgung (z. B. Pflegeunterstützung zuhause, Antrag auf Pflegegeld) nach dem Rehabilitationsaufenthalt geht. Durch Rückfragen bei den Therapeuten kann den Angehörigen geholfen werden, die Störungsbilder besser zu verstehen und zu lernen, wie mit diesen Handicaps im Alltag umgegangen werden kann. Durch Gespräche mit der Pflege klären sich viele Unsicherheiten und Fragen im Hinblick auf die benötigte Unterstützung im Alltag. Und häufig tut es auch sehr gut, wenn man mit einem Psychologen oder Psychotherapeuten offen über die eigenen Gefühle sprechen kann. Denn niemand ist auf solche Situationen im Leben vorbereitet. Angehörige von Betroffenen mit ausgeprägten Beeinträchtigungen wie z. B. einer Aphasie (Sprachstörung), einer Apraxie (Störung der Handlungsabläufe), einem Neglect (Vernachlässigung einer Körper- und/oder Raumseite), einer Dysphagie (Schluckstörung), einer Hemiplegie (Lähmung der Extremitäten) etc., aber auch bei „leichtgradigen“ Beeinträchtigen, sind mit Störungsbildern und Veränderungen konfrontiert, die im „normalen“ Alltag fremd sind und nicht nachvollziehbar erscheinen. Ärzte, Therapeuten, Pflegedienst und medizinisches Personal konfrontieren die Angehörigen in kurzer Zeit mit Fachbegriffen und Konsequenzen, die diese im ersten Moment nicht verstehen und erfassen können. Besonders in der Akutphase sind Angehörige darum besorgt, dass der Betroffene überlebt. Erst im Laufe der Zeit – häufig während des Rehabilitationsaufenthalts – wird ihnen immer deutlicher, dass sich der Patient verändert hat. Als Folge der damit einhergehenden psychischen Belastungen und Reaktionen brechen sich nicht selten Hilflosigkeit, Trauer, Angst, aber auch Wut und Aggression Bahn. Diese Gefühle können Anzeichen von Überforderung sein: Man steht einer völlig unbekannten, neuen Situation hilflos gegenüber. Und oft sind es die Angehörigen, die in der „Nachversorgung“ eines akuten neurologischen Ereignisses das Nachsehen haben, weil sie sich nicht trauen, Fragen zu stellen, ihre Sorgen und Ängste, ihre Gefühle mitzuteilen. Zu einer guten neurologischen Rehabilitation und Reintegration in das soziale Leben gehört auch die Mitbetreuung der Angehörigen, wie sie in der Klinik Medical Park Loipl ein qualifiziertes und sensibles Team praktiziert.
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