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Medical Park Prien Kronpinz
PTBS kann viele treffen Medical Park Prien Kronprinz bietet wirksame Hilfe
Prien. In den vergangenen Monaten ist die Bevölkerung verstärkt mit dem Begriff der Posttraumatischen Belastungsstörung, kurz PTBS, konfrontiert worden. Von PTBS war insbesondere im Zusammenhang mit aus Afghanistan zurückkehrenden Soldaten der Bundeswehr die Rede. Auf ihre Behandlung ist die psychosomatische Fachklinik Medical Park Prien Kronprinz spezialisiert. Hier werden Patienten mit psychischer Traumatisierung als Folge einer massiven Belastungssituation mit einem individuellen und traumaspezifischen Therapieprogramm im Rahmen einer sechswöchigen Psychotherapie behandelt. Insbesondere Patienten mit Posttraumatischer Belastungsstörung als Folge von Naturkatastrophen, kriegerischen Kampfhandlungen, sexueller Gewalt und Entführungen oder terroristischen Anschlägen (z.B. Kriegsheimkehrer aus dem Kundusgebiet oder Irak) werden hier zur Überwindung ihrer traumaspezifischen Beschwerdebilder mit speziellen Psychotherapiemethoden wie z.B. Mehrdimensionale Psychodynamische Traumatherapie (MPTT), kognitive Verhaltenstherapie und EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) behandelt. Der Begriff der Posttraumatischen Belastungsstörung ist relativ neu, das Symptom dagegen seit Jahrtausenden bekannt und wurde schon um 1900 v. Chr. von einem ägyptischen Arzt beschrieben. Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Begriff Schreckneurose geprägt für die Beschreibung von Symptomen von Opfern schwerer Unfälle und Naturkatastrophen. In der psychiatrischen Literatur sprach man nach dem Ersten Weltkrieg bei Kriegsgeschädigten von Shell Shock, Granatfieber oder Kriegsneurose. Die Bezeichnung der Posttraumatischen Belastungsstörung wurde dann von der amerikanischen Psychologin J. Lewis Herman geprägt, die mit Vietnam-Veteranen und Frauen, die unter häuslicher Gewalt litten, arbeitete.
Zu den Kernsymptomen der Posttraumatischen Belastungsstörung gehören:
- unwillkürliches Wiedererleben des Traumas und belastende Erinnerungen (Intrusionen) in Form von Alpträumen, Flashbacks etc.
- Vermeidungsverhalten und/oder emotionale Taubheit
- Vermeidung von Reizen, die an die traumatische Situation erinnern (Gedanken, Gefühle, Situationen, Gerüche etc.)
- anhaltende körperliche Übererregung (Hyperarousal)
- Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Verspannungszustände, Schreckhaftigkeit
Allgemeine Symptome sind:
- Teilamnesie fehlende oder eingeschränkte Erinnerung
- Depressive Symptome innere Leere, Interessensverlust, gedrückte Stimmung, Freudlosigkeit
- Dissoziative Störungen Verlust von psychischen Funktionen wie des Erinnerungsvermögens, eigener Gefühle oder Empfindungen (Schmerz, Angst, Hunger, Durst etc.), der Wahrnehmung der eigenen Person und/oder der Umgebung sowie der Kontrolle von Körperbewegungen kommt
- Persönlichkeitsveränderungen misstrauische Haltung gegenüber der Welt, sozialer Rückzug, Gefühle der Leere und Hoffnungslosigkeit und ständiger Bedrohung
- Bindungsstörungen Probleme in der Partnerschaft,häufig wechselnde Partner, Einfühlungsvermögen vermindert
- Suchtverhalten vermehrtes Rauchen
- Alkoholmissbrauch/-abhängigkeit
- Aggressive Verhaltensmuster
- Selbstverletzendes Verhalten
- Suizidversuche
- sexuelle Probleme (bei Opfern sexuellen Missbrauchs) Impotenz
- Schwierigkeiten ins spätere Leben zurückzufinden die Welt erscheint nun feindselig, unberechenbar und chaotisch. Die Überzeugung, dass die Welt verlässlich ist und das Leben einen Sinn hat, geht verloren
Die Posttraumatische Belastungsstörung wird ursächlich durch ein oder mehrere traumatische Erlebnisse ausgelöst. Dazu zählen zum Beispiel:
- Kriegserfahrungen, Auslandseinsätze
- Arbeit in Krisenregionen
- sexueller Missbrauch oder Gewalterfahrungen in der Kindheit
- Terroristische Anschläge
- Vergewaltigung
- schwere (Verkehrs-)Unfälle
- Naturkatastrophen (Erdbeben, Stürme, Hochwasser, Waldbrände, Lawinen)
- Todesfälle in näherem Umfeld (Ehepartner, Eltern, Geschwister, Verwandte)
- Stalking, Psychoterror, Cyberstalking, Mobbing/Bossing
- Folter, Isolation, Geiselnahmen
Traumatisierende Ereignisse verursachen beim Betroffenen meist massive Todesangst, Gefühle von Hilflosigkeit und Fassungslosigkeit. Oft berichten Patienten, dass sie sich wie im Film vorkommen oder sie sich wie Außenstehende selbst beobachten. Erklären kann man diese Erfahrungen vor allem dadurch, dass das Gehirn in solchen Situationen eine Fülle von Informationen und Eindrücken verarbeiten muss. Dabei sind diese Eindrücke noch kombiniert mit massiven Ängsten und Schockreaktionen. Für den Betroffenen bedeutet dies: sein Gehirn nimmt die Informationen und Eindrücke auf, kann diese aber nur bedingt verarbeiten. Dem Betroffenen werden daher nur Ausschnitte bewusst und er kann nur Bruchteile verarbeiten. Für diese Informationen steht deshalb ein spezieller Speicher, nämlich das Traumagedächtnis zur Verfügung. Dieses unterscheidet sich von unserem Alltagsgedächtnis insofern, als die Inhalte des Traumagedächtnisses uns nicht bewusst zugänglich sind, aber z.B. durch spontane Geräusche, Gerüche, Bilder oder durch situative/szenische Ähnlichkeiten zur Wiedererinnerung ins Aktualgedächtnis drängen. Für die Betroffenen ist es eine Art Wiederbelebung der ursprünglichen Traumasituation. Die Posttraumatische Belastungsstörung basiert weder auf einer erhöhten psychischen Labilität noch ist sie Ausdruck einer psychisch/somatischen Erkrankung. Auch Gesunde und psychosozial unauffällige Menschen können eine PTBS erleiden. Daher ist die PTBS nicht als eine primäre psychoaffektive Störung, sondern zunächst als eine neurophysiologische Schutzreaktion des Gehirns auf traumatische Einwirkung zu verstehen. Es handelt sich dabei vielmehr um eine neuro-psychologische, langanhaltende Veränderung in Abhängigkeit von Zeitpunkt, Schwere und Dauer der ursächlichen Traumatisierung. Ein Risikofaktor für die Entwicklung einer PTBS scheint das Rauchen zu sein. Weitere Risikofaktoren sind belastende Lebensumstände oder Lebensereignisse, die alleine oder im Zusammenwirken die Entstehung einer PTBS begünstigen. Professionelle Helfer (z.B. Sanitäter, Feuerwehrleute, Polizisten etc.) sind weniger PTBS-gefährdet als ungeschulte Menschen. Bei massiver Traumatisierung bzw. Wiederholungstraumata besteht aus psychosomatischer Sicht die dringende Indikation für eine stationär-psychotherapeutische Behandlung. Dadurch sollte auf jeden Fall sichergestellt werden, dass die betroffene Person keiner weiteren Traumaeinwirkung ausgesetzt ist. Bei der Traumatherapie im stationären Behandlungssetting handelt es sich um einen mehrphasigen Behandlungsprozess, wobei der Patient durchaus mehrere Phasen durchlaufen kann, aber nicht muss. Oftmals wird der Patient nur mit Teilbereichen seiner Traumatisierung konfrontiert bzw. im Bedarfsfall nur stabilisiert. Der stationär-psychotherapeutische Prozess wird unterstützt durch Verfahren wie Biofeedback, nonverbale Therapien (z.B. Gestaltungs-, Bewegungs- und Musiktherapie) sowie EMDR und MPTT. Eine adjuvante psychopharmakotherapeutische Behandlung mit Antidepressiva neuerer Generation hat sich in Einzelfällen bewährt.
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