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Medical Park Berlin Humboldtmühle
Erster Kunstherzpatient in der "Humboldtmühle"
Gut ein Jahr nach der Eröffnung der Klinik Medical Park Berlin Humboldtmühle ist hier erstmals ein Patient mit einem Kunstherz (Linksherzunterstützungssystem (Typ Heartmate II)) in der kardiologischen Abteilung unter Chefarzt Prof. Dr. Heinz Theres aufgenommen worden. Dr. med. Sven Tillack, selbst Arzt, wurde durch seine Herzerkrankung aus einem sehr aktiven Berufsleben herausgerissen. Die Entscheidung, sich mit einem Kunstherz versorgen zu lassen, fiel ihm nicht leicht. Doch insbesondere mit Unterstützung seiner Familie, seine Frau ist ebenfalls Ärztin, hat er die Zeit bis zur Implantation gemeistert. Am 26. März 2010 war es dann soweit: Es wurde ihm ein Linksherzunterstützungssystem (Heartmate II) implantiert. Der Verlauf nach der Operation führte zu einer raschen Besserung. Nach rund drei Wochen konnte er in die Rehabilitationsklinik am Tegeler See verlegt werden. Hier machte er weiter rasche Fortschritte und konnte bald wieder längere Strecken aus eigener Kraft meistern. Inzwischen ist er zu seiner Familie nach Hause zurückgekehrt. Der Aufnahme des ersten Kunstherzpatienten in der Klinik Medical Park Berlin Humboldtmühle waren intensive Schulungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch das Deutsche Herzzentrum Berlin vorausgegangen. Unter der Leitung von Prof. Dr. Roland Hetzer wurden in mehreren Seminaren und Praxisworkshops dem Team die Besonderheiten der Versorgung dieser Patienten vermittelt. Dabei ging es um Indikationsstellung, Besonderheiten der Pflege – insbesondere Verbandswechsel – und Physiotherapie, Umgang mit Alarmierungen und das diffizile Management der Blutgerinnung. Hier können auch kleine Abweichungen von den Zielwerten zu großen Problemen bei den Patienten führen. Eine besonders engmaschige Kontrolle ist erforderlich. Die Überweisung dieser Patienten durch das Deutsche Herzzentrum stellt für die kardiologische Abteilung der Klinik eine Anerkennung und eine Herausforderung zugleich dar. Es zeigt die Wertschätzung der bisherigen Arbeit mit den postoperativen herzchirurgischen Patienten. Das Konzept der „Humboldtmühle“, herzkranke Patienten in allen Krankheitsstadien zu rehabilitieren, hat sich somit bewährt.
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