Medical Park Berlin Humboldtmühle
Rudolf Schiffmann: Mit 101 jünger als die Jungen
Berlin. Wer Rudolf Schiffmann in der Klinik Medical Park Berlin Humboldtmühle begegnete, mochte schwerlich glauben, dass ihm ein 101-Jähriger gegenüber stand. Agil wie er ist, ginge er als rüstiger 70-jähriger durch und doch gibt es an seinem biologischen Alter nichts zu rütteln. Rudolf Schiffmann ist Urberliner durch und durch. Im Wedding noch unter „Wilhelm Zwo” geboren und aufgewachsen, zog er nach dem Zweiten Weltkrieg nach Lichtenberg, wo er auch heute noch lebt und als Witwer den Haushalt selbst führt. Vor ein paar Jahren hatte er sich einen Oberschenkelhalsbruch zugezogen und gleiches geschah ihm jetzt erneut. Beim Bettenbeziehen war er gestolpert, lag hilflos auf dem Boden, robbte sich in den Flur und konnte telefonisch eine Nachbarin alarmieren.
Ungeduldig ist Rudolf Schiffmann. Nach der Operation wollte er so schnell wie möglich wieder ein seine eigenen vier Wände und nur mit viel Mühe konnten ihn seine vier Töchter, dazu „Enkel in Hülle und Fülle” und die beiden Urenkel überreden, die notwendige stationäre Rehabilitation anzutreten. Inzwischen ist er froh dass er dem Ratschlag gefolgt ist, denn in der orthopädischen Abteilung der Klinik Medical Park Berlin Humboldtmühle unter Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Karsten Dreinhöfer fühlte er sich bestens aufgehoben.
Rudolf Schiffmann ist ein wandelndes Geschichtsbuch. Es macht ihm Freude aus seinem Leben zu erzählen und es ist spannend, ihm zuzuhören. Von der Zeit erzählt er, als er mit 14 Jahren den Vater verlor und sich mit Hilfsarbeiten, dann als Schlosser und Eisenflechter durchs Leben schlug, als er in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts als Mitglied der KPD im „roten Wedding“ erst offen, dann im Widerstand gegen die Nationalsozialisten kämpfte, von den Nachkriegsjahren, davon dass sein Großvater mit 101 Jahren nicht etwa sanft entschlafen ist, sondern ertrank.
Und so sehr es ihm in der Klinik auch gefiel: Rudolf Schiffmann drängte darauf, wieder nach Hause, nach Lichtenberg zu kommen. Um seine Wohnung in Ordnung zu bringen, um selbst wieder einzukaufen und auch, um in Erinnerungen zu schwelgen.
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