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Medical Park Bad Wiessee St. Hubertus

Medikamentenschulung von Patienten


Von Dr. Dirk Hamann, Chefarzt Abt. Innere Medizin/Kardiologie

Bad Wiessee.
Das Pflegeteam und die Ärzte der Kardiologischen Abteilung der Klinik  Medical Park Bad Wiessee St.Hubertus verfolgen ein neues ehrgeiziges Medikamentenschulungskonzept für Patienten:
Patienten mit Gefäßerkrankungen, nach Bypassoperation oder einem Herzinfarkt eröffnen die modernen medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten eine gute  Perspektive ihre Leistungsfähigkeit und Lebensqualität erheblich zu verbessern und künftige Krankheitskomplikationen  zu verringern.  Pharmakologische Entwicklungen und Neuentwicklungen haben erfreuliche Fortschritte in der medikamentösen Therapie  der Koronaren Herzkrankeit und anderer Gefäßerkrankungen gebracht: Blutverdünner (Thrombozytenaggregationshemmer), ß-Blocker, cholesterinsenkende und blutdruckregulierende und herzentlastende Substanzen sind heute Standard und können die Prognose der Erkrankung wesentlich verbessern. Diese Sekundärprophylaxe zur Verhinderung eines Fortschreitens der Arteriosklerose ist hochwirksam- aber für viele Patienten buchstäblich eine „bittere Pille“. Neben– und Wechselwirkungsrisiko werden gefürchtet, sodass die treue  Medikamenteneinnahme bewusst oder unbewusst nicht eingehalten und ein hohes Risiko eingegangen wird. Auch gibt es häufig Unsicherheiten über den richtigen Einnahmezeitpunkt.
Es geht also darum verordnete Medikamente auch optimal für den Patienten einzusetzen. Eine konsequente praktische  Patientenschulung mit schriftlichem Informationsbroschüren und persönlicher  Anleitung sollen die dauerhafte konsequente Medikamenteneinnahme sicherstellen, die Akzeptanz erhöhen und Ängste und Vorbehalte bei Patienten abbauen. Im Rahmen einer Projektarbeit hat das Pflegeteam der Klinik Medical Park St. Hubertus in Bad Wiessee zusammen mit den Ärzten ein Schulungsplan und Unterrichtsmaterialien erarbeitet. Dabei wird auch auf die Belange älterer Patienten besonders eingegangen: der Einsatz von Medikamentenboxen und -Teilern erklärt, auf Probleme bei Sehbehinderung oder Problemen beim Zerteilen  eingegangen und eingeübt.
Voraussetzung ist, dass während des stationären Aufenthaltes ein individuell zusammengestellter und dosierter gut lesbarer und verständlicher Medikamentenplan schriftlich erstellt wird. Die Ärzte wurden  entsprechend trainiert, auf  Neben- und Wechselwirkungsrisiken zu achten und entsprechende Datenbanken zur individuellen Dosierung  moderner Medikamente - angepasst an Alter, Geschlecht, Körpergewicht sowie Leber und Nierenfunktion - einzusetzen. So kann eine regelmäßige, sichere  Medikamenteneinnahme  mit positivem Effekt gewährleistet werden.
Die intensive Auseinandersetzung mit der medikamentösen Therapie ist nicht nur ein Vorteil für unsere Patienten- sie macht auch die Arbeit des Pflegepersonals interessanter und befriedigender, hilft Fehler vermeiden und ist ein wesentlicher Beitrag zur Patientensicherheit.
 
 

In Ausgabe 5/2011 Lesen Sie:

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