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Erster Kunstherzpatient in der "Humboldtmühle"

Gut ein Jahr nach der Eröffnung der Klinik Medical Park Berlin Humboldtmühle ist der erste Patient mit einem Kunstherz in der kardiologischen Abteilung aufgenommen worden. mehr...
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Historie Humboltmühle

Von der Klostermühle zur Spitzen-Klinik


Der Standort der Klinik Medical Park Berlin Humboldtmühle hat eine lange Geschichte. Schon im 14. Jahrhundert stand hier, an der Mündung des Fließes in den Tegeler See, eine erste Wassermühle. Anfangs in markgräflichem Besitz, wurde die Mühle bald verpfändet. Aus dem Erlös sollten kriegerische Unternehmungen in der Mark Brandenburg finanziert werden. So gelangte sie 1361 in den Besitz des Bürgerlichen Johann Wolf, der sie noch im selben Jahr an das damals bedeutende Spandauer Benediktinerinnenkloster weiterverkaufte.
 
200 Jahre blieb die Mühle in kirchlichem Besitz, bis Kurfürst Joachim II. sie 1652 in das neu gegründete Tegeler Gut eingliederte. Kurfürst Friedrich II. ließ sie dann zusammen mit der nahe gelegenen Hermsdorfer Mühle versteigern. Nach häufigem Wechsel der Eigentümer gelangte die Mühle schließlich in den Besitz von Major Alexander Georg von Humboldt, Vater der berühmten Naturwissenschaftler und Forscher Wilhelm und Alexander von Humboldt.

Zwar wurde die Anlage noch um eine Bockwindmühle erweitert, doch die Zeit der Wasser- und Windmühlen neigte sich ihrem Ende zu. 1848 begann auch am Tegeler Fließ das Zeitalter der Dampfmaschine.
Es waren die Unternehmer Cohn & Rosenberg, die 1867 die Mühle zu einer leistungsstarken Großmühle ausbauten und ihr den heutigen Namen "Humboldtmühle" gaben. Eine Brandkatastrophe traf die Mühle 1912 und führte zum Bau der Großmühle, wie sie weitgehend bis in die 90er Jahre des 20. Jahrhunderts Bestand hatte. 1924 beteiligten sich die Viktoria-Mühlenwerke an dem Unternehmen und betrieben es bis zu seiner Schließung 1988. Bis zuletzt deckte die Mühle die Hälfte des Berliner Mehlbedarfs. Explodierende Personalkosten und eine veraltete Technik machten ihr ein Ende.

Mit dem Kauf der Mühle realisierte der Unternehmer Ernst Freiberger 1988 seine erste Liegenschaft. Er hatte sich zuvor bereits mit der "Freiberger Lebensmittel GmbH" einen Namen gemacht, als er ab 1976 aus einer konkursreifen Pizzaversandbäckerei auf dem Gelände der ehemaligen Bolle-Meierei im Berliner "Kiez" Alt-Moabit Europas größten Hersteller von Tiefkühlpizzen, - baguettes und -pasta entwickelte.

Ernst Freiberger gestaltete die Mühle zu einem modernen Hotel- und Dienstleistungszentrum um. Unter strikter Wahrung denkmalpflegerischer Aspekte entstand ein Hotel mit 125 Zimmern und Suiten. Außerdem wurden 15.000 m² Bürofläche und Hunderte neuer Arbeitsplätze geschaffen. 2007 wurde das Hotel geschlossen.

Jetzt setzt die Klinik Medical Park Berlin Humboldtmühle die Tradition dieses geschichtsträchtigen Ortes, dem Menschen zu dienen, auf ihre Weise fort.

 
 
 
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