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Medical Park Chiemsee
Eva Bergmeier: Am schwersten fiel das frühe Aufstehen
Bernau-Felden. Zurückhaltung ist Eva Bergmeiers Sache nicht. Sie sagt, was sie denkt, sagt es auf Bayerisch und hat sich damit ein Publikum geschaffen, das gar nicht genug von ihren Mundartgedichten bekommen kann. „Ein loses Mundwerk” habe sie, attestiert sich Eva Bergmeier selbst, und niemand würde ihr widersprechen. Aber, und das ist Entscheidende: Herz, Gemüt und Humor – auch eine Portion Resolutheit – sind das Markenzeichen dieses Münchner Urgewächses. Die Schwabingerin kann offensichtlich nichts so leicht aus der Fassung bringen. Vor ein paar Jahren hatte sie sich an der rechten Hüfte operieren lassen müssen, nun war – nach einem Oberschenkelhalsbruch – im Klinikum rechts der Isar die linke Seite dran. Zur Rehabilitation war sie – mit neuer Hüfte - in die Klinik Medical Park Chiemsee gekommen und sorgte hier – zur Freude der Mitpatienten – für allerlei Kurzweil. Sie braucht kein Stichwort, auch so sprudelt es aus ihr heraus, wobei Eva Bergmeier auf einen schier unerschöpflichen Schatz an Gedichten zurückgreifen kann. Ist sie auf der Bühne, ist jedes Manuskript für sie tabu, anderthalb Stunden und mehr bringt sie ihr Publikum mal zum Lachen, mal zum Nachdenken. Wie viele Gedichte sie im Laufe ihres langen Lebens verfasst hat, kann die Schwabingerin nicht sagen, Tausende sind es in jedem Fall. Hinzu kommen, und hier schwingt ein gewisser Stolz mit, unzählige Richtsprüche, zu denen vor allem an öffentlichen Bauten der Richtkranz hochgezogen wurde. Das Meiste am Klinikalltag gefiel ihr, aber eben nicht alles: Zuhause steht sie spät, sehr spät auf und geht lange nach Mitternacht zu Bett. Am Chiemsee dagegen beginnen morgens die Therapien, deretwegen sie ja schließlich in die Klinik gekommen war. Das frühe Aufstehen fiel ihr sichtbar nicht leicht, aber unverwüstlich wie sie ist, hat Eva Bergmeier auch diesen ungeliebten Rhythmus überstanden.
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