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Medical Berlin Humboldtmühle

Heart Rate Turbulance – Risiko des plötzlichen Herztodes erkennen und mindern


Berlin. „Heart Rate Turbulence“ – dieses neue, hochmoderne Verfahren hilft jetzt den Patienten der Klinik Medical Park Berlin Humboldtmühle, das Risiko für den so genannten plötzlichen Herztod abzuschätzen. Möglich geworden ist dies dank der langjährigen Zusammenarbeit zwischen Prof. Georg Schmidt aus dem Klinikum rechts der Isar in München, der dieses Verfahren entwickelt hat, und dem Chefarzt der Abteilung Kardiologie der Klinik Medical Park Humboldtmühle, Prof. Dr. Heinz Theres, sowie den Herstellern, den Firmen getemed und GE.
Die Situation ist beinahe alltäglich: Der Herzinfarkt ist überstanden und es geht auch körperlich und emotional wieder aufwärts. In der Rehabilitation wird durch die umfassende Betreuung das Herz-Kreislauf-System gestärkt und die Risikofaktoren werden minimiert. Doch insbesondere im ersten Jahr nach einem Infarkt lauert eine möglicherweise tödliche Gefahr: der plötzliche Herztod. Der Herzinfarkt, auch ein sehr kleiner, hinterlässt Spuren am Herzmuskel. Es bilden sich Narben aus, welche das untergegangene Herzmuskelgewebe ersetzen. Diese Narben stellen die Ursache von Herzrhythmusstörungen dar. Einerseits können diese aus einer ungeordneten elektrischen Aktivität in der Randzone der Narbe resultieren, andererseits auch durch um die Narbe kreisende Erregungen. Als Ergebnis können Herzrhythmusstörungen resultieren, welche im schlimmsten Fall im Herzstillstand enden. Kann nicht unmittelbar reagiert werden, verstirbt der Patient am plötzlichen Herztod.
Um diese Gefahr zu erkennen, werden verschiedene Risikomarker verwendet. Unter anderem auch die Auswurfleistung der linken Hauptkammer. Es bleibt jedoch
schwierig vorherzusagen, ob ein Patient ein hohes Risiko für eine solche, unter Umständen tödliche Herzrhythmusstörung hat. Einen deutlichen Fortschritt bringt hier ein neuer Ansatz in der Auswertung von langzeit-EKG: Die „Heart Rate Turbulence“ untersucht die Reaktion des Herz-Kreislaufsystems auf Extraschläge aus der Hauptkammer. Ein stabiles Herz kann diese abfedern und ausschwingen, so, wie ein biegsamer Stamm einen Windstoß abfängt. Ein empfindliches Herz hingegen ist starr in seiner Reaktion und damit empfindlich.
Liegt eine starke Gefährdung vor, werden spezielle Medikamente zum Einsatz gebracht, unter Umständen ist auch die Einpflanzung eines besonderen Herzschrittmachers, des ICD angezeigt. Dieses Gerät kann nicht nur das Herz zum Schlagen bringen, sondern auch Kammerflimmern durch einen Elektroschock beenden.
Diese Untersuchungs- und Behandlungsverfahren sind Gegenstand von Forschungsprojekten, an denen sich auch die Abteilung Kardiologie der Klinik Medical Park Berlin Humboldtmühle beteiligt. Die Behandlung von Herzrhythmusstörungen stellt einen bedeutenden Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten der Abteilung dar.
 
 

In Ausgabe 1 der Medical Park News lesen Sie:

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