Pressemeldung: 01.Dezember 2009
Auf der Suche nach dem biolog. Kalibrierungsfaktor
Das Ziel: Eine effizientere und individuellere Therapie
Bad Rodach. Die positiven Wirkungen des Wassers im Rahmen der Prävention als auch Rehabilitation sind vielfach wissenschaftlich belegt. Ebenso stellt die Fahrradergometrie eine geeignete Methode dar, zielgerichtet und individuell dosiert zu trainieren. In der Klinik Medical Park Bad Rodach werden deshalb mit Erfolg Unterwasser-fahrräder - so genannte Aquarider© - in Prävention und Rehabilitation eingesetzt.
Für beide Bereiche ist eine exakte Steuerung der Belastungsintensität die Voraussetzung für ein zielgerichtetes Training. Beim Aquacycling werden diese positiven Aspekte zusammengeführt: Die Wirkungen des Wassers und die kontrollierte Bewegungsausführung auf einem Fahrrad ermöglichen ein hocheffizientes Herz-Kreislauf-Training bei gleichzeitiger Gelenkentlastung. Die Übertragung der an Land ermittelten Belastungsvorgaben auf die Bedingungen im Wasser ist aufgrund der physikalischen Eigenschaften des Wassers und deren komplexen Wirkungen auf den Organismus derzeit nicht exakt möglich.
In den vergangenen Wochen wurde eine erste Pilotstudie zur „Deutschen Kalibrierungsstudie Aquarider© Professionell (DKAP)“ in der Klinik Medical Park Bad Rodach durchgeführt. Dr. med. Hans-Joachim Mees, Chefarzt Orthopädie der Klinik, übernahm die sportmedizinische Beratung, Karen Münn, Diplomantin an der Universität Leipzig, die leistungsdiagnostischen Untersuchungen mittels Ergospirometrie, Laktat- und Herzfrequenzmessung bei Teilnehmern der Präventionskurse von NEREUS Bewegung+Gesundheit. Der Gerätehersteller Nemcomed stellte die mobile Spirometrieanlage zur Verfügung.Federführend beteiligt waren ferner Dipl.-Sportlehrer Gunter Hölig, Therapieleiter in der Klinik Medical Park Bad Rodach, und der Leiter von NEREUS Bewegung+Gesundheit.
Die Ergebnisse der Studie dienen der Erstellung und Überprüfung einer Untersuchungsmethodik zur Durchführung einer Studie mit einer hohen Stichprobenzahl, deren Fragestellung insgesamt in der Ermittlung eines so genannten „biologischen Kalibrierungsfaktors“ mündet. Damit wird es möglich sein, sowohl Patienten mit unterschiedlichsten Erkrankungen als auch Freizeit- oder Leistungssportler im Wasser adäquat zu belasten und die Therapie und das Training effizienter, individueller und sicherer zu gestalten. Die Klinik Medical Park Bad Rodach entwickelt somit gemeinsam mit den Kooperationspartnern Forschungsansätze weiter, die unter anderem an der bekannten Charité in Berlin oder an der Universität Leipzig begonnen wurden.
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