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Pressemeldung: 08. Juli 2009
INSIGHT-Studie: Erste Ergebnisse liegen vor
Loipl. “INSIGHT: Investigation of patients with ischemic stroke in neurological rehabilitation” oder auf deutsch: “Untersuchung von Patienten mit ischämischem Schlaganfall in der neurologischen Rehabilitation“ lautete der Titel eines aufwändigen Forschungsvorhabens in 15 großen deutschen neurologischen Rehabilitationszentren, bei dem insgesamt 1.167 Patienten nach einem Hirninfarkt untersucht wurden. Die Leitung dieses Projektes lag in den Händen des Chefarztes des Schlaganfallzentrums der Klinik Medical Park Loipl, Prof. Dr. Dirk Sander.Wesentliches Ziel der Studie ist es, die Prävalenz einer peripheren arteriellen Verschlußkrankheit (PAVK) und einer Arteriosklerose in zwei und mehr Stromgebieten sowie vaskulärer Risikofaktoren bei unselektierten Patienten nach Hirninfarkt zu evaluieren. Die ersten Ergebnisse liegen nun vor. Demnach wiesen Patienten, deren Durchschnittsalter 66 Jahre betrug, häufig kardiovaskuläre Risikofaktoren auf (Hypertonus, Diabetes, Hyperlipidämie). Bei 38 Prozent ließ sich mittels der ABI-Messung eine asymptomatische Arteriosklerose der peripheren Gefäße (PAVK) nachweisen, die auch einen Marker für ein erhöhtes vaskuläres Risiko darstellt. Das Frühstadium einer Arteriosklerose der hirnzuführenden Gefäße – eine Verdickung der Gefäßwand (IMT) – zeigten 26 Prozent der Patienten. Eine Arteriosklerose in zwei und mehr Stromgebieten ließ sich bei ca. 30 Prozent der Teilnehmer nachweisen, die damit ein hohes Risiko für weitere Ereignisse haben. In dieser Untersuchung wurde erstmals auch bei Patienten nach Hirninfarkt neben der Bestimmung des ABI und der IMT der A. carotis eine Bestimmung der so genannten Mikroalbuminurie im Urin durchgeführt. Dies stellt einen frühen Marker einer beginnenden Nierenschädigung dar. Dabei zeigte sich, dass Patienten mit dem Nachweis einer Mikroalbuminurie signifikant häufiger eine PAVK und eine IMT-Verdickung auch nach Korrektur für andere Risikofaktoren zeigten. Dies bedeutet, dass offensichtlich auch eine nur subklinische Niereninsuffizienz mit einer ausgeprägteren Arteriosklerose assoziiert ist und damit einen Risikomarker darstellt. Aufgrund der interessanten Ergebnisse und der hohen Anzahl beteiligter Patienten wird die Untersuchung fortgeführt. Hierzu werden die Patienten nach 12 bis 18 Monaten nachuntersucht und neue kardiovaskuläre Ereignisse erfasst. Mit diesen Daten kann dann prospektiv der Zusammenhang zwischen Arteriosklerose in verschiedenen Stromgebieten und dem Risiko ermittelt werden. Außerdem werden Daten zur Medikation, Pflegebedürftigkeit und dem Ausmaß der bleibenden Beeinträchtigung ermittelt.
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