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Pressemeldung: 15. Januar 2009
Neue Intensivstation stärkt Bedeutung als Neurologisches Kompetenzzentrum
Loipl. Mit der Inbetriebnahme einer modernen Intensivstation gehört das Neurologische Kompetenzzentrum der Klinik Medical Park Loipl zu den wenigen Einrichtungen im süddeutschen Raum, die eine Versorgung von neurologischen Patienten aller Schweregrade gewährleistet. Zwar sind in den vergangenen Jahren in Deutschland die Kapazitäten für eine Frührehabilitation in der Phase B erweitert worden, doch gibt es nach wie vor nur sehr wenige Einrichtungen, die schwerstkranken Patienten mit Beatmungspflicht, die noch einer intensivmedizinischen Behandlung und Überwachung bedürfen, frühzeitig eine gezielte Rehabilitation anbieten können. Hier ist eine wesentliche Lücke geschlossen worden. Besonderer Wert wurde bei der Gestaltung der neuen Station darauf gelegt, dass den Patienten unter strikter Beachtung aller hygienischen Erfordernisse dennoch ein möglichst angenehmes Ambiente geboten wird. Auch auf diese Weise soll – der Philosophie der Medical Park AG entsprechend – der Genesungsprozess unterstützt werden. Schon bisher hatte die in reizvoller Gebirgslandschaft gelegene Klinik Medical Park Loipl über Frührehabilitationskapazitäten für Patienten der Phase B verfügt, die ihren Ruf als überregional bedeutendes Neurologisches Kompetenzzentrum begründeten. Zur Verfügung stand seit 2007 eine Überwachungseinheit mit sechs Monitorbetten und dem entsprechenden hoch qualifizierten ärztlichen, pflegerischen und therapeutischen Personal. Nunmehr können in der Klinik Patienten von der Intensivstation über alle Stufen der neurologischen Rehabilitation betreut werden. Diese Option entspricht der Forderung nach einer geschlossenen „Rehabilitations-Kette“. Auf die Intensivstation werden Patienten mit sämtlichen schweren neurologischen Erkrankungen, die eine intensiv-medizinische Überwachung und gegebenenfalls Beatmung erforderlich machen, aufgenommen, insbesondere dann, wenn trotz schwerer Funktionseinschränkungen eine frühzeitige Rehabilitationsbehandlung indiziert ist. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Erkrankungsbilder: • Z.n. Schlaganfall oder traumatischen intrakraniellen Blutungen • Z.n. hypoxischem Hirnschaden • Z.n. schweren Schädeltrauma • Z.n. neurochirurgischen Eingriffen • „Critical illnes“-Polyneuropathie, „Critical illness“-Myopathie
Internistisch-kardiologische Betreuung gewährleistet Neben 15 Betten in abgeteilten drei Ein- und sechs Zwei-Bett-Bereichen sind in dem neuen Schlaganfallzentrum Loipl die erforderlichen Büro-, Aufenthalts-, Sozial- und Therapieräume integriert, um kurze Wege und effiziente Arbeitsbedingungen zu gewährleisten. Die Ein-Bett-Bereiche verfügen über Bettenschleusen, sodass bei neu aufgenommenen Patienten bis zum Ausschluss einer etwaigen MRSA-Besiedlung eine Isolierung möglich ist. Zusätzlich stehen in dem neuen Gebäude ein Computertomograph (CT) der neuesten Generation (16-Zeiler) sowie eine digitale Röntgenanlage zur Verfügung. Für die Intensivstation als igenständige Einheit ist ein Team aus Ärzten, Pflegepersonal und Therapeuten mit spezieller Expertise für die Intensiveinheit verantwortlich. Zusätzlich ist auch eine internistisch-kardiologische Betreuung gewährleistet. Die Erstversorgung der Patienten erfolgt gegebenenfalls in einem eigenen Aufnahmeraum, wo ein direkter Zugang zur Liegendanfahrt beziehungsweise zum Hubschrauberlandeplatz besteht. Gewinn wertvoller Therapiezeit Neben der Intensivstation mit Beatmungsbetten verfügt die Klinik über eine Intermediate-Care-Station. Damit ist der nahtlose Übergang von initial schwerstbetroffenen und intensivpflichtigen Patienten mit Beatmungsnotwendigkeit auf die Intermediate-Care-Station gegeben. Bei weiterer Stabilisierung erfolgt eine Verlegung auf die Frührehabilitationsnormalstation. Mit diesem Konzept wird dem Patienten durch die Frührehabilitation die Chance gegeben, bereits auf der Intensivstation konsequent nach therapeutischen Gesichtspunkten behandelt zu werden. Der Patient gewinnt dadurch wertvolle Therapiezeit, auch wenn stabile Kreislauffunktionen oder eine ausreichende Atmung zu diesem Zeitpunkt nur mittels modernster Intensivmedizin erreicht werden können. Spezielle Lagerung, zum Beispiel in Neutralstellung, behutsame Vertikalisierung, Entwöhnung von der Beatmungsmaschine (Weaning), differenzierte Spastikbehandlung (beispielsweise lokale Botolinum-Toxin-Behandlung oder intratekale Baclofen-Pumpe), Anwendung spezifischer Konzepte (zum Beispiel basale Stimulation) sind weitere wichtige Therapieschwerpunkte. Damit gibt es im süddeutschen Raum keine vergleichbaren Einrichtungen, in denen Schlaganfall-Patienten derart umfassend betreut werden und neue Hoffnung schöpfen können.
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